Eine musikalische Reise in die Welt der Mythen und Legenden


Jahres- und Mottokonzert sorgt mit großer musikalischer Bandbreite für Begeisterungsstürme bei den Zuhörern


Der dichte Nebel, der sich auf den Feldern um die Gemeinde bildete, erzeugte eine Atmosphäre die viele aus Gruselfilmen und -Romanen kennen. Gleichzeitig unterstrich er das Jahreskonzert der Musikfreunde Reilingen e.V. in der Aula der Friedrich-von-Schiller-Schule, das in diesem Jahr unter dem Motto "Mythen, Sagen und Legenden" stand und so eine Reise in die Welt der Fantasie versprach. Die Vorbereitungen zum Jahreshöhepunkt liefen schon seit dem Sommer mit wöchentlichen Proben. Am vergangenen Wochenende bereiteten sich die Musikfreunde bei einem Probenwochenende auf der Burg Stahleck in Bacharach noch einmal intensiv auf ihren großen Auftritt vor.

Unter der Leitung von Simon M. Metzger eröffneten die zwischen 12 und 18 Jahre alten Mitglieder des Jugendorchesters den Abend mit dem Stück "Junior Rock", das mit seinen schnellen, langsamen und stets fröhlichen Melodien einen erfolgreichen Einstieg in den Abend bildete. Mit der Filmmusik zu den Kinoerfolgen "Harry Potter" und "Fluch der Karibik" entführte das Jugendorchester die Zuhöhrer anschließend in die Welt der Zauberei und der Piraten. Die Leistung der Jungmusiker blieb auch dem Publikum nicht verborgen, das mit großen Applaus, Bravo-Rufen und Pfiffen seine Anerkennung zeigte. Für ihren erst zweiten größeren Auftritt sponsorten die Musikfreunde ihrem Jugendorchester als Dank außerdem einen gemeinsamen Besuch auf der Bowlingbahn. Durch den Abend führte Silke Wetterauer, die die Besucher mit Informationen über die Musikstücke versorgte. Im Anschluss an das Jugendorchester übernahm das Blasorchester der Musikfreunde die Bühne

Ganz entsprechend dem Motto des Abends bot das Orchester mit der Filmmusik zum Science-Fiction-Epos "Star Wars" ein weiteres Stück dar, das sich nahtlos in das Motto des Abends einreihte. Die bereits in vielen Hollywood- und Fernsehproduktionen genutzte "Morgenstimmung" aus Edvard Griegs "Peer Gynt Suite" bildete einen Kontrast zu den druck- und kraftvollen Melodien der Weltraumsaga, regte aber ebenso die Fantasie an. Neben der Darbietung von Musikstücken zur versunkenen Stadt Atlantis und dem Zeitreiseabenteuer "Zurück in die Zukunft", sind zwei Stücke besonders hervorzuheben. "Red Lily Blossoms" entführte die Zuhörer in die Welt der chinesischen Mythologie. Querflötistin Marisa Metzger überraschte bei ihrem Solo mit dem Einsatz eines chinesischen Instrumentes mit dem Namen "Dizzy", wie Dirigent Simon M. Metzger später berichtete. Optisch erinnert das Instrument stark an eine Querflöte, unterscheidet sich im Klang doch wesentlich und konnte so eine authentische Atmosphäre erzeugen. Mit leicht veränderter Sitzordnung verwandelte sich das Blasorchester beim "Big Horn Blues" in eine Big Band, die zu überzeugen wusste. Während die Posaunen und Trompeten das "Feeling" der 20er Jahre wieder aufleben ließen, sorgte Fabian Brecht mit seinem Baritonsaxophon für ein beeindruckendes Solo. Mit "In the Mood" des bekannten und mit einem Flugzeug verschollenen Jazzmusikers Glenn Miller und "Elvis in Concert", einem Arrangement aus verschiedenen Songs des legendären "King of Rock'n'Roll", Elvis Presley, sorgte das Blasorchester für zahlreiche, im Takt wippende Köpfe bei den Zuschauern, die gleichzeitig eifrig mitklatschten.

Das Publikum zeigte sich begeistert von den Leistungen der Musiker und forderten mit tobendem Applaus und "Standing Ovations" eine Zugabe. Begeistert zeigte sich auch die Besucherin Gerlinde Schönhoff. "Ich habe selbst früher Musik gemacht und das was hier gespielt wird, ist musikalisch wirklich hochrangig. Die Nummern von Elvis haben mir persönlich am Besten gefallen, ich gehöre ja schließlich auch zu einem älteren Semester", lacht Gerlinde Schönhoff. Das mit den Zugaben über zwei Stunden dauernde Jahreskonzert der Musikfreunde Reilingen entführte die Zuschauer mit seinem interessanten Motto und mit seiner souveränen Ausführung in die Welt der Fantasie und sorgte so für einen Musikgenuss der Extraklasse.

Daniel Reinemuth, 1. November 2015


 

 

Bilder: Wolfgang Schwindtner

 

 
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